Frankenberg(pm). Die Grüne verstehen sich als zukunftsorientierte Partei, was bedeutet, sich mit absehbaren Entwicklungen rechtzeitig zu befassen. Zu diesen gehört der infolge des demografischen Wandels weitere Anstieg von Demenzerkrankungen. Bisher werden ca. 70% aller pflegebedürftigen Menschen zu Hause gepflegt, und um die damit einhergehenden Belastungen der Angehörigen tragen zu können, bedarf es rechtzeitiger Unterstützung, nicht nur durch Pflegeberatung, sondern auch durch psychosoziale Hilfen. Diese sollten den Umgang mit Demenzkranken, beziehungsweise Kommunikationstrainings umfassen, daran aber hapert es in Frankenberg,(gute Materialien finden sich auf der Homepage der Deutschen Alzheimergesellschaft.
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Bei fortschreitender Erkrankung stellt sich irgendwann die Frage der Heimunterbringung. Nach neuestem Kenntnisstand braucht es eine demenzgerechte räumliche Umgebung mit entsprechend geschultem Personal. Im Umgang mit Demenzkranken gibt es grundlegende Kommunikationsregeln, deren Erlernen und Beachten hilft, Stress für alle Beteiligten zu verringern. Das vor vier Jahren eröffnete Seniorenzentrum des DRK in Frankenberg hat eine solche Station eingerichtet, die personell besser ausgestattet ist als die anderen Stationen. Christine Müller und einige weitere Vertreter der Grüne wurden durch die Leiterin Sabine Patounis durch das Haus und die Demenzstation geführt. Hier stellt man sich auf die besondere Lebenswelt demenzkranker Menschen ein, das Personal ist im Umgang mit Demenzpatienten durch entsprechende Fortbildungen geschult. Auch sind die Räumlichkeiten ansprechend gestaltet, und der lange Flur bietet Demenzkranken die Möglichkeit, ihre häufige Unruhe ausleben zu können. Zweifellos sind mehr solcher spezialisierten Einrichtungen erforderlich, um Demenzpatienten adäquat versorgen und ihnen ein Leben in Würde ermöglichen zu können. Andernorts bestehen Demenz-Wohngemeinschaften, die ganz auf diese Patientengruppe ausgerichtet sind und gute Voraussetzungen bieten, eine ausreichende Lebensqualität so weit als möglich zu erhalten. Vielleicht kann es ja eine solche Einrichtung eines Tages auch in Frankenberg geben, was die Grüne unterstützen würden.
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